Qualifikation von Verträgen mit Frauen im Erotikbereich

 

PROKORE vertritt die Haltung, dass in der Sexarbeit wie in allen anderen Gewerben das Prinzip der Vertragsfreiheit gelten soll. Dieses Prinzip bildet als Bestandteil der in der Bundesverfassung verankerten Wirtschaftsfreiheit einen wesentlichen Bestandteil de schweizerischen Rechtsordnung. In diesem Sinn lehnen wir alle Modelle ab, die Zwangs-Selbständigkeit oder Zwangs-Unselbständigkeit für Sexarbeitende vorsehen. Wir stehen zwar dafür ein, dass in der Sexarbeit die selbständige Erwerbstätigkeit stets möglich bleiben soll. Gleichzeitig sind wir uns aber bewusst, dass eine „selbständige“ Arbeitssituation noch lange keine Garantie dafür ist, dass Sexarbeitende selbstbestimmt arbeiten können. Konsequenterweise sollten im Sexgewerbe sowohl Selbständigkeit wie auch Unselbständigkeit rechtlich möglich sein, denn beide können den Sexarbeitenden unter bestimmten Umständen Vorteile bringen. Wahlfreiheit für Sexarbeitende ist und bleibt unsere Maxime. Für Angestelltenverhältnisse empfehlen wir unseren rechtlich geprüften Musterarbeitsvertrag, der unselbständig Arbeitenden bestmöglichen Schutz bietet.

 

Kurzgutachten im Auftrag des Vereins PROKORE

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